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Zweiter Wind

Aus meiner Gedächtniskammer

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Werden unsere Studenten immer dümmer?

Gehe ich doch neulich mal in ein Lebensmittelgeschäft, das ich zwar gern mag, wo ich aber selten einkaufen gehe, weil es nicht auf meinem Heimweg liegt. Was will ich kaufen? Ein paar Weckerl, eitwas Wurst, noch ein paar Kleinigkeiten und - hauptsächlich zum Backen - eine Flasche Rum. Das geht alles problemlos, aber Rum haben sie nur kleine Flaschen.

Frage ich einen Verkäufer: "Gibt es denn keine großen Flaschen?" "Doch", sagt der, "aber wir haben nur kleine."

Da denke ich mir: Nanu! Der Volksmund sagt: "Dummheit frißt, Intelligenz säuft!" Das Geschäft liegt so gut wie am Campus der Universität. Wenn es die Studenten mittags in Scharen heimsuchen, kaufen sie fast nur belegte Weckerl; andererseits gibt es nur kleine Flaschen Rum.

Werden also unsere Studenten immer dümmer?
zweiterwind am 20.11.06 11:14


Betrachtung

Auch wenn ich
nicht blind bin,
ist es schön,
dich
mit den Händen
zu betrachten.

Wie sonst
könnte ich sehen
wie warm
und weich
du bist.
zweiterwind am 1.11.06 17:30


Nettes Foto

Harbour Bay
Harbour bay
Originally uploaded by Herdis.
Zuf?llig ein sch?nes Bild bei Flickr gefunden - was hei?t da EINS? Es scheint dort Millionen davon zu geben, und ebensoviel M?ll - ein wenig von beidem sogar von mir!
Falk am 9.12.05 23:34


Genau jetzt!

Kommt, Brüder,
laßt uns unsere Toten beweinen!
Dann werden wir weiterleben.
zweiterwind am 2.12.05 11:39


Zufall

Wenn vom Zufall die Rede ist, dann f?llt mir mit Regelm??igkeit mein einstiger Kommilitone P. ein, der fest davon ?berzeugt war, da? es keinen Zufall in der Welt gebe, man habe die Umst?nde einfach nicht gen?gend erforscht und verberge deshalb hinter dem Wort "Zufall" nur seine Unwissenheit. Die meisten Zufallsgegner haben eine einfachere Begr?ndung parat: Alles was geschieht, ist vorherbestimmt und wird von Gott oder dem Schicksal geregelt. Fragt sich nur, warum der Mensch eigentlich noch denkt, wenn Gott lenkt ...:-) Aber auch in Gottes Welt d?rfte ja nichts einfach so dem Zufall ?berlassen bleiben, die m??te ein noch h?heres Wesen steuern, ?ber dem noch eins und noch eins... ? das ist ja gerade das Elend der objektiv-idealistischen Philisophie! Kehren wir also von diesem fruchtlosen Ausflug in die g?ttliche Weisheit in die menschliche Dummheit zur?ck, die bekanntlich alles zum Zufall erkl?rt, was sie nicht erkl?ren kann, wie P. meinte.

Nehmen wir einmal an, P. h?tte recht. Dann k?nnten wir f?r alles eine Erkl?rung finden, wir m??ten nur danach suchen. T?ten wir das, wir st?nden einer unendlichen Menge von Kausalketten gegen?ber, die wir verfolgen m??ten. Am Ende k?men wir beim Urknall an, der ? zumindest in der anerkannten Naturwissenschaft ? erst mal der Anfang unserer heutigen Welt ist. (Die Anh?nger anderer Lehren k?men nat?rlich zu ihrem jeweiligen Gott oder einem anderen Metabewu?tsein.) Aber was bringt es mich weiter, zu wissen, da? die letzte Ursache eines Leberflecks auf meinem Bauch der Urknall ist? Selbst wenn der Fleck 3 Milimeter weiter rechts l?ge, so w?re noch der Urknall die Ursache davon. Und was hat Gott, oder wer auch immer, davon, mir den Fleck genau an diese Stelle zu machen? Was h?tte es f?r einen Sinn, zu wissen, warum genau dieses oder jenes Wassermolek?l heute in meinem Kaffee gelandet ist? Vielleicht w?rde es mich gar ekeln, wenn ich w??te, da? das mal im Urin eines Wildschweins enthalten war, bevor es einer Quelle zuflo?. Schon Shakespeare hat im "Hamlet" dargelegt, wie ein K?nig den Weg durch den Magen eines Bettlers nimmt: Er stirbt, wird von W?rmern gefressen, die wiederum ein Bettler dazu verwendet, sich einen Fisch zu fangen, den er nun seinerseits verspeist.

Gibt es also gar keinen festen und verl??lichen Halt in der Welt, nichts, worauf man sich verlassen k?nnte?

Doch, durchaus! Das Zauberwort daf?r hei?t "Wahrscheinlichkeit". So k?nnen Sie mit ziemlicher Sicherheit sagen, da? Sie unter 60 W?rfen mit einem W?rfel etwa 10 mal eine Sechs w?rfeln werden. Auch da? der Boden nach einer Weile vollst?ndig na? sein wird, wenn es nur lange genug regnet, d?rfte unumstritten sein. Ebenso ist es fast unwahrscheinlich, im Lotto einen Sechser zu gewinnen ? aber eben nicht unm?glich. Und genau da scheint das Problem mit dem Zufall zu liegen.

Gewi?heiten schaffen Ordnung im Leben, man wei? genau, was kommen wird und was nicht, und das gibt Sicherheit. Wahrscheinlichkeiten dagegen bergen immer das Risiko, da? es anders kommen k?nnte, und das schafft Verwirrung. Da f?llt mir doch weisgott ein ketzerischer Satz aus dem Anti-D?hring von Friedrich Engels ein: "Ordnung ist f?r die Dummen, nur das Genie beherrscht das Chaos."

Ich geb?s ja zu: Auch ich bin mit den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit, den verschiedensten Verteilungsfunktionen, Durchschnittswerten und Standardabweichungen nicht auf Du und Du, auch ich bin kein Genie, aber trotzdem ist in meiner Ged?chtniskammer eine sch?pferische Unordnung zu finden. Oder ist die vielleicht am Ende nur zuf?llig da und eigentlich nichts als pure Schlamperei?
Falk am 8.11.05 15:15


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