zweiterwind


Zweiter Wind

Aus meiner Gedächtniskammer

Menü

Startseite


Links


Hier kommen die Beiträge

Warum Zweiter Wind?

Der Name geht auf einen Titel von Brian Auger's Oblivion Express mit dem Titel Second Wind zur?ck. Nun ist die manchmal etwas schr?ge und herbe Sch?nheit Augers nicht jedermanns Sache, aber das ist es ja gerade! Ob Jazz, Klassik oder Beatles - oft erschlie?t sich einem etwas erst nach dem zweiten, dritten, vierten Anlauf. Das ging mir nicht nur bei Auger so, sondern auch bei Jazz, Klassik, vielen B?chern und sogar bei den Beatles! Also wurde ich erst zu einer Zeit auf Vieles aufmerksam, als es dem Blick vieler Zeitgenossen l?nst entschwunden war - eben erst mit dem zweiten Wind. Daf?r sind mir viele Dinge auch geblieben, die jene l?ngst vergessen haben; solche etwa wie jener mehr als 30 Jahre alte Song Brian Augers, in dem es hei?t:

Second wind is blowin' through me
Showing all the changes to me
All my thoughts about tomorrow
Tumbling down the way to follow.

(Probe aus Exempel: Man suche den Text von Second Wind im Internet - ich habe ihn dort nicht gefunden.)
28.9.05 22:50


3000 Anschläge

Meinem lieben Kollegen G. f?llt jeden Tag was Neues ein.
Gestern fragt er mich also, ob es eine M?glichkeit g?be, bei einer Tagung oder Konferenz die Texte der Redner f?r die geh?rlosen Teilnehmer simultan mitzuschreiben und auf einem Bildschirm oder Leinwand zum Lesen anzubieten, schlie?lich beherrschen nicht alle die Geb?rdensprache. Vielleicht k?nnte das ja ein Blinder erledigen, die k?nnen ja so gut schreiben.

Ich sage ihm, da? die eine Stenografie schreiben, die nicht eins zu eins in Normalschrift zur?ck?bersetzt werden kann.

G. meint: "Wieso, bei normaler Stenografie geht das doch auch!" Ich: "Ja, Gabelsberger hatte ja auch nicht nur 6 oder 8 Punkte. Ein Stenograf k?nnte schon mitschreiben, aber dann m??ten die Geh?rlosen schon mal alle Stenografie k?nnen."

G. meint: "Ich schreibe immerhin 3000 Anschl?ge in 10 Minuten, das m??te jede bessere Sekret?rin auch schaffen." Ich: "10 Minuten lang vielleicht, aber schon nicht mehr von acht bis zw?lf und dann nachmittags noch mal von eins bis vier."
"Naja, da k?nnten sich ja zwei gegenseitig abl?sen," schl?gt G. vor, "Geb?rdendolmetscher k?nnen ja auch maximal 2 Stunden arbeiten." Ich wende ein, da? die allerdings auch nur einen etwas verringerten Wortschatz r?berbringen, und mit der w?rtlichen Wiedergabe sei es dann auch aus; es m?sse ihm jetzt nur noch einfallen, da? das Ganze auch noch in andere Sprachen ?bersetzt werden solle.

"Du findest immer einen Haken oder was zu meckern," meint G. Wenn es nach dir ginge, dann ginge gar nichts!" Da hat er recht, Einw?nde finde ich tats?chlich viele, und die meisten Menschen halten sie schlicht f?r Gemecker. Also mu? jetzt mir was einfallen, und ich besinne mich auf die Denkmethoden von Enrico Fermi.

"Also," sage ich ihm, "jetzt h?r mir mal gut zu! Ein guter Stenograf schafft zwischen 300 und 400 Silben in der Minute, da kann er die Nachrichten vom ORF locker mitschreiben. Nehmen wir an, eine Silbe habe nur 3 Buchstaben, was auf die meisten sicher zutrifft, dann mu? er schon 900 bis 1000 Zeichen pro Minute schreiben, Leerzeichen und Schaltungen gar nicht mitgerechnet. Das w?ren allein in 10 Minuten rund 10000 Anschl?ge. Und dann vielleicht noch simultan ins Englische ?bersetzen, da w?re er ja ein Superweltmeister!"

Heute war G. schon etwas kleinlauter. "Ich habe eine Stunde Versammlungsprotokoll vom Band geschrieben, und dann war ich fertig! Du k?nntest vielleicht doch recht haben."

Bravo mein Junge! Vielleicht bist du der Erste, der begreift, da? ich mir beim Meckern mitunter was gedacht haben k?nnte.
29.9.05 21:52


Werbung muss auch sein:

Gratis bloggen bei
myblog.de