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Zweiter Wind

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Nachgedacht

Fehlertoleranz

Da versuche ich nun, die Homepages, an denen ich mitarbeite, mit CSS sch?n und vor allem richtig zu gestalten, und es passiert mir doch schon zum zweiten Mal, da? mir die Fraktion von Mozilla/Netscape in die Suppe zu spucken scheint. Aber sie ist vollkommen im Recht!

Es sind zwei andere Schlampen, die die Anzeige zu M?ll machen: zum einen ich - aber ich gelobe Besserung - und Microsoft mit seinem ber?hmten Internet Explorer.

Dort sieht immer alles ganz proper aus, auch wenn die bannigsten Fehler drin sind. Ich kann mich des Eindrucks nicht ganz erwehren, da soll mit "Fehlertoleranz" der Frust vom Kunden abgehalten werden, der vielleicht nicht mehr kauft, wenn es m?hselig wird. Irgendeinen Vorteil mu? es ja haben wenn man die meistverkaufte Software verwendet. Da erscheint es beinahe als Mangel, wenn ein Browser korrektes HTML und CSS einfordert.

W?hrend ich ja irgendwann mitkriege, da? technische und logische Reihenfolge der Eintr?ge auf einer Webseite mit etwas Grips durchaus in den Griff zu kriegen sind, ist die Fehlertoleranz des IE offenbar bodenlos bis hin zur Schlamperei. So hatte ich zun?chst vereinbart, da? der Text das Men? rechts umflie?en soll, was im CSS verwirrenderweise "float:left" hei?t. Logisch, denn das ist vom Standpunkt des umflie?enden Textes aus gesehen. Technisch mu? es aber genau umgekehrt sein; das Men? mu? den Text links umflie?en, was dann logischerweise "float:right" hei?en mu? - und schon steht auch bei Firefox, Netscape und Co. alles dort, wo es hingeh?rt.

Also, Mozilliner! Auch euer Browser ist sicher nicht fehlerfrei, aber es wird daran gearbeitet. Und da? er weit mehr als Microsofts IE korrektes HTML einfordert, sollte eher als Herausforderung denn als Mangel angesehen werden.

Falk am 18.10.05 09:53


Evolution

Sch?n m?ssen die Zeiten gewesen sein, da wir noch auf B?umen sa?en, N?sse und Bananen a?en, uns bei Kinderwunsch einfach begatteten und uns ansonsten den Tag mit Schreien, Klettern und Rangk?mpfen vertrieben. J?ger, die uns nachstellten, gab es keine, denn die sa?en noch mit uns auf dem Baum. Doch das sollte sich bald ?ndern; l??t doch sogar Karl Maria von Weber im Freisch?tz singen: "Was gleichet auf Erden dem J?gervergn?gen..." Auch die Sammelleidenschaft hat wohl zu dieser Zeit ihren Anfang genommen - erst N?sse und Bananen, heute Briefmarken und vielleicht B?stenhalter. Bei letzteren hei?t das dann meist Fetischismus.

Nach dem Jagen und Sammeln folgten Ackerbau und Viehzucht. Damit haben wir es zwar tierisch weit gebracht, so weit, da? manche Ackerbauern meinen, Tiere seien mittlerweile ?berfl?ssig geworden. Denn was einst friedlich auf den Wiesen graste und "m???h" machte, ist heute zu einer nervt?tenden und stinkenden Maschine geworden, deren Besitzer man manchmal am liebsten in alter neanderthalischer Manier mit dem Faustkeil eins ?ber den Sch?del .... doch halt! Dann kommen die J?ger und Sammler von der Polizei, bezeichnen uns als M?rder und stecken uns in einen Gitterk?fig f?r B?se und Gef?hrliche. Und da wollen wir schlie?lich nicht hin, oder? Also d?rfen die Blechschafe weiter "brummmm" statt "m???h" machen, unsere Nerven t?ten und stinken.

Auch die Tierwelt hat sich drastisch ver?ndert. Einige Arten sind noch ?brig, da? man sie bestaune, streichle, qu?le oder esse. Ansonsten sind lauter neue Tiere entstanden, meist aus Blech, manche aus Plast. Und alle d?rfen sich schnell bewegen und Krach machen wie fr?her die G?nse, H?hner, Schafe, Schweine und Pferde auf dem Bauernhof.

In einer Sternstunde der Menschheit ist dann ein neues Tier entstanden, das in seiner Urform noch ein Haustier war, heute aber mehr und mehr mobil wird. Es fri?t nicht nur Strom und Daten, sondern auch unsere Zeit und unsere Nerven. Sein Name ist auch nicht so primitiv wie etwa Hund, Katze, Pferd, Huhn, Schaf oder Biene; es hei?t schlicht COMPUTER! Irgendwann wird es uns zum Affen machen. Gelegentlich soll das ja heute schon der Fall sein.

Wer da aber meint, dann ginge alles wieder von vorne los, der irrt sich gewaltig! Denn dann werden die B?ume abges?gt, das Gras gem?ht und die Tiere verhungert, zu Tode gequ?lt oder geschlachtet sein, selbst die aus Blech.

Also Leute: Stellt euch schon mal langsam aufs Stromfressen um, denn solange es noch Kraftwerke gibt, besteht Hoffnung, Hoffnung aufs ?berleben, bis der Evolution wieder eine lebenswerte Welt in den Sinn kommt. Ob dann vielleicht was Sinnvolles rauskommt? Die Buddhisten jedenfalls glauben es.


Falk am 7.10.05 10:47


Tag of war

Keine Bange, ich wei?, da? es eigentlich "tug of war" hei?en mu?; aber diejenigen, die sich mit HTML befassen, k?nnen sich sicher vorstellen, was ich meine. Gegen?ber HTML ist Tauziehen relativ einfach, denn alle ziehen nur an einem Tau und nur in zwei entgegengesetzte Richtungen.

Bei HTML ist alles anders. Es brauchen nur zwei Menschen zu versuchen, gemeinsam eine Seite zu gestalten. Dann wird aus dem Tau schon ein T, an dessen Querbalken die beiden Menschen ziehen und zerren, und an der Senkrechten zieht die Maschine mit ihrer Software, wobei es egal ist, ob sie mit einem Browser, einem Codegenerator, einem Server oder einem Webspace-Anbieter "zieht". Im Unterschied zum Menschen sind Maschinen immer eins mit sich - gegen das teuflische Menschengeschlecht, das immer versagt! Schon ein gew?hnlicher Hammer wei? ein Lied vom Daumen zu singen, von diversen Kreiss?gen ganz zu schweigen. Hat doch sogar mal jemand in einem Anfall von Rechtschreibschw?che eine Krei?s?ge erfunden (ein sehr rabiates Mittel, Kindern per Kaiserschnitt auf die Welt zu helfen)!

Ja, Maschinen haben es leicht. Sie fressen die Weisheit nicht mit L?ffeln, sondern mit DVDs und Netzwerkkarten. Und doch sind es wir Menschen, die sie erfunden haben. Nun m?ssen wir mit ihnen leben - und manchmal auch k?mpfen. Obwohl das nicht immer Spa? macht, ist es eigentlich gar nicht so schlecht.

Also haben wir - meine Partnerin und ich - heute flei?ig gegen die Tags am Tau gezogen und gleich gegen zwei Computer!

Und am Ende haben wir gewonnen, auch wenn wir manchmal eher gegeneinander als miteinander gek?mpft haben. Das Ergebnis wird bald auf http://www.myblog.de/kommdochmit zu sehen sein.
Falk am 2.10.05 22:08


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